Torplatz 2,
29223 Celle,
Germany
+49 5141 9315819
Follow us
 
       

Schließung per Visitenkarte

Schließung per Visitenkarte

Montag 11.05.2020

Was war los?

Am 09.05.2020 kam ein Beschluss heraus, der uns große Hoffnung machte. Speisegaststätten dürfen wieder öffnen und als solches eingetragen, waren wir uns sicher, dass wir auch einen Neustart wagen können. Also haben wir auf Hochtouren daran gearbeitet den neuen Regeln zu entsprechen und alles zu besorgen. Lebensmittel, fehlende Getränke, die in den 7 Wochen abgelaufen waren, Cocktail-Früchte und so weiter. 
Weit gefehlt. Am 11.05.2020 wurde der Beschluss nochmals aktualisiert. Wir waren im Laden um alles zu erledigen, dass wir unter den richtigen Hygiene-Bedingungen wieder auf machen können und änderten dementsprechend sehr viel im Lokal. Der Spuck-Schutz war noch in Arbeit, die neuen Tische aufgestellt (unsere normalen waren zu groß) und vieles mehr. 
Noch mitten drin, die Zapfanlage wurde gerade von mir wieder in Betrieb genommen, da kam schon der erste „Gast“. Wieder daneben! Der Ausweis vom Landkreis Celle wird uns vorgehalten. „Wir haben über facebook erfahren, dass sie öffnen wollen. Sie dürfen nicht öffnen. Da steht doch draußen „Bar“ dran. Ihr Getränkeangebot überwiegt dem Speiseangebot. Sie haben 2 Stunden um zu schließen, oder Bußgeld.“ 
Firmierung: Celle-Was Geht?! Der Zusatz „Die Bar“ ist Werbung. Egal.
Als Schank- und Speisewirtschaft eingetragen. Egal. 

„Interessiert nicht!“.
Auf die Frage ob es ein amtliches Schreiben gibt, wird mir nur nach einem knappen „nö“ die Visitenkarte überreicht. Mein schriftlicher Widerspruch war noch vor dem Bescheid da und wurde mit dem ersten Bescheid auch gleich abgewehrt. Die Fliege bekommt die Klatsche gleich mehrfach. 

Ein Beitrag von Celle Heute

Öffentliches Interesse

Das sehr kurze und sehr sachliche Gespräch zwischen uns und dem jungen Mann vom Landkreis Celle war wirklich mehr als Unglücklich. Wir hätten uns da mehr Einfühlungsvermögen gewünscht. 
Noch genauer möchten wir dazu nicht nochmal Stellung nehmen. Das ist in den Medien zu genüge geschehen. 

Wir haben einen weiteren Widerspruch eingereicht, auf den wir heute (15.05.2020) noch keine Antwort bekommen haben. Leider sehen wir schwarz.
Jetzt bleibt uns noch der Klageweg. Doch auch da wird uns die Zeit einholen und gute Aussichten bestehen nicht.
Dazu kommt, das wir uns gar nicht mit unserer Stadt „anlegen“ wollen.
Wir sind hilflos und verzweifelt. Wenn man mal ehrlich ist, würden wir uns zwar über die Arbeit freuen, aber mit nur 50% der Plätze und diesen harten Auflagen, würden wir unsere Kosten wahrscheinlich nicht decken können. Ein Ende der Krise wäre das auch nicht. Nur eine Chance um wieder anzufangen.
Wir haben es versucht und sind froh, dass wir kein Bußgeldverfahren durchstehen müssen.
Diese Zeit ist nicht leicht und mit einer weiteren großen Enttäuschung fertig zu werden ist hart. Den Mitarbeitern zu erklären, dass es jetzt doch nicht wieder los geht und man nicht weiter weiß und keine neuen Pläne hat…
Bleibt stark!“: die häufigste Nachricht, die wir bekommen.

 

cellewasgehtdiebar

Dem Beitrag von @celleheute habe ich nicht mehr viel hinzuzufügen. Vielen Dank für diesen und die Hilfe!
***
Danke an @ricetime.celle für die Hilfe und Unterstützung! Gastronomie heißt Familie #wirsindgekommenumzubleiben ***
#danke an alle anderen die sich für uns eingesetzt haben, uns Kraft und Stärke wünschen und uns durchhalten lassen! ***
Wir haben viel vorbereitet … vom „Spuckschutz“, über Masken und Handschuhe, extra Küchenkleidung, Hygienestation für die Gäste, Tische ausgetauscht, 50% der Sitzplätze entfernt und vieles, vieles mehr… da hängt wirklich unglaublich viel dran. Seit Wochen bereiten wir uns vor. Jeden zweiten Tag sind wir in der Bar. Putzen, Blumen gießen, Haltbarkeitsdaten überprüfen, Konzepte überlegen und alles für den großen Tag vorbereiten. Allein Desinfektionsmittel haben wir im Wert von 200€, zusätzlich zu dem was immer da haben, gekauft. Geschweige denn die Nahrungsmittel, Früchte, Bier gerade angeschlossen … Man kann sich vorstellen wie hart uns das dann getroffen hat.
Was jetzt? Wie geht es weiter? Was sollen wir tun?
Wir wollen doch nur unseren Laden retten und meine Mitarbeiter wollen ihren Lebensunterhalt verdienen. Als würde das mit 50% Umsatz (und weniger), bei 100% Kosten und Arbeit (und mehr) überhaupt klappen.
Aber es wäre ein Anfang gewesen. Ein Schritt auf dem Weg.
Wir haben uns wirklich gefühlt, als wären wir alle samt vor die gleiche Wand gerannt. ***
Und ich muss nochmal Danke sagen! So viel Zuspruch, all die Nachrichten, die Bereitschaft uns wieder zu Besuchen. Nach 7 Wochen endlich mal Freudentränen. DANKE!!!
***
#widerspruch

 

Ein Bericht von der Celleschen Zeitung

Kleiner Fernsehbeitrag

Wir waren sogar wenige Sekunden bei NDR Hallo Niedersachen.

Du schaffst das! <3


Bier zum Essen = ja
Essen zum Bier = nein

So läuft das jetzt. Da können wir erst mal nicht viel machen.
Weiter durchhalten und abwarten. 
Ein weiterer Monat zieht an uns vorbei.

#kurzarbeit #existenz #not
#corona #covid19 #bar #restaurant



Hattis Woche #97


So! Und nu?

In den 7 Wochen Zwangspause haben wir die Zeit sehr gut genutzt. Wir haben den neuen Raum vollständig fertig gestellt. Wir haben die uhralten Abwasserleitungen ausgetauscht, damit da alles wieder richtig ablaufen kann. Wir haben den Keller weiter ausgebaut und für Ordnung gesorgt. Auch online hat sich viel getan: Internetseite fertig, neues Werbematerial wartet auf den Druck, neue Fotos, Bilder und Grafiken erstellt. Alle To-Do Listen abgearbeitet. Was man eben so machen kann. Alles erledigen zu dem man sonst kaum kommt. 

Aber wie geht es weiter? Hilft ja nicht! Also müssen neue Projekte her. Man darf nicht aufgeben. Wir verschönern also unseren Biergarten und arbeiten weiter an unserem Hygienekonzept. 

Drückt uns die Daumen, dass wir nächstes Mal auch auf machen dürfen <3